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Die Veranstalter der Tourismusmesse CMT rechnen trotz der Konjunkturflaute vorerst nicht mit einem Einbruch auf dem Reisemarkt. Etwa 200.000 reiselustige Besucher werden vom 17. bis zum 25. Januar in der Messewelt am Flughafen erwartet.
Eine gesicherte Prognose, wohin die Reise geht, will Joachim Schubart knapp eine Woche vor dem Start der Tourismusmesse CMT zwar noch nicht abgeben. Dass der Reisemarkt regelrecht einbreche, erwarte er angesichts der Buchungen und Anfragen im Vorfeld aber eher nicht, so der Messe-Bereichsleiter. Die Bundesbürger würden in schwierigen Zeiten zunächst lieber auf Anschaffungen verzichten als auf ihren Urlaub, heißt es in der Reisebranche. "Die Karten werden aber neu gemischt. Am 25. Januar werden wir mehr wissen", sagt Schubart.
An diesem Tag endet die CMT, die der Branche traditionell als Trendbarometer dient. Eröffnet wird die neuntägige Messe am 17. Januar, etwa 200.000 Besucher werden von den Veranstaltern erwartet. Wie im vergangenen Rekordjahr haben sich auch diesmal bereits rund 1850 Aussteller aus mehr als 90 Ländern und Regionen angemeldet, um über die beliebtesten Reiseziele, die trendigsten Aktivurlaube und die komfortabelsten Camper zu informieren. Einige Restflächen seien noch frei, so Schubart. Im Laufe der nächsten Woche würden die Zahlen daher vermutlich noch etwas steigen.
Partnerländer in diesem Jahr sind Rumänien und Argentinien, im Caravaningbereich tritt das Königreich Norwegen als Schwerpunktziel auf. In allen drei Ländern ist die Zahl der deutschen Touristen in den vergangenen drei Jahren gestiegen, am spürbarsten in Rumänien, das im vergangenen Jahr 530.000 Deutsche bereist haben. 2006 waren es noch knapp 340.000 gewesen. Argentinien dagegen, das zusammen mit Syrien, der Slowakei und den Malediven zu jenen Ländern gehört, die auf der CMT neu mit einem eigenen Stand vertreten sind, bleibe angesichts der 14 Flugstunden und der damit verbundenen Reisekosten ein Geheimtipp, so Schubart. Vor allem Patagonien ziehe Naturliebhaber und Abenteurer in seinen Bann.
Eine weitere CMT-Premiere soll am 23. Januar mit dem Kultur-Tourismus-Tag gefeiert werden. Immer häufiger würden Ferien und Kurzreisen nach dem Kulturangebot vor Ort ausgesucht werden, so der Messe-Geschäftsführer Roland Bleinroth. Dieser anspruchsvolle Tourismus erhalte nun eine neue Plattform auf der CMT. Ziel sei, Kulturliebhabern und Fachbesuchern die gesamte Bandbreite der Kultur in vielfältiger Form zu präsentieren. Etwa 70 Aussteller aus verschiedenen Ländern und Bereichen werden sich an dem Programm im Congresscenter beteiligen, darunter Veranstalter und Organisationen wie die Züricher Festspiele, Wientourismus und die Unesco Welterbestätten Deutschland. Europas Kulturhauptstädte 2009, Linz und Vilnius, zeigen ebenfalls Flagge. Und mit dem Linden-Museum, dem Naturkundemuseum und der Bachakademie sind zudem auch einige Stuttgarter Institutionen vertreten.
An den Wochenenden wird die CMT von weiteren Sonderausstellungen und Tochtermessen begleitet, unter anderem können sich die Besucher über die Themen Kanureisen, Fahrrad- und Erlebnisurlaube, Wandern, Golfen und Wellness sowie Kreuzfahrten informieren. Zum Begleitprogramm gehört zudem auch die Schau- und Verkaufsausstellung "Motorfaszination", die 2009 erstmals auf vier Tage reduziert und am zweiten Wochenende in einer eigenen Halle vorgeführt wird. Ein Umstand, der bei den Organisatoren einiges Zähneknirschen verursacht hat. "Wir sehen uns nicht als Beiwerk und hoffen, künftig wieder die gesamte Zeit beteiligt zu werden", sagt Peter Klemm, der Vorsitzende des Motorsport-Clubs Stuttgart. Zum diesjährigen Programm der PS-Liebhaber gehört neben einer Ausstellung über Ferrari und Harley Davidson unter anderem eine Cabrio-Sonderschau, bei der insgesamt 39 Modelle gezeigt werden - vom Smart Cabrio bis zum Mercedes SLR Roadster für 500.000 Euro.
Quelle: Stuttgarter Zeitung vom 09.01.2009, Text Markus Heffner
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